WENN MAN DIE RUHE NICHT IN SICH SELBST FINDET, IST ES UMSONST, SIE ANDERSWO ZU SUCHEN  (Francois de La Rochefoucauld)

 

Meditation meets Arbeitsalltag 

Seit Jahrtausenden meditieren Menschen um Ihre innere Balance zu finden. Es ist eine Möglichkeit zur Besinnung auf das Wesentliche und ein wertvolles Instrument, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Meditation ist viel mehr als nur Entspannung. Während im entspannten Zustand die Gedanken wild umherkreisen, bleibt bei einer Meditation der Geist wach und klar. Durch bestimmte Konzentrations- und Aufmerksamkeitsübungen entsteht eine tiefe Entspannung und kann zu einem veränderten Bewusstseinszustand führen. 

Ziel einer Meditation ist es die Stille oder auch die innere Leere zu erzeugen, indem NICHTS gedacht wird. Aufkommende Gedanken werden geduldet aber vorbeiziehen gelassen. So kann sich unser Bewusstsein ganz entfalten. Man kann praktisch überall meditieren und es braucht keinerlei Hilfsmittel dazu. 

Unterschieden wird meist die Passive (kontemplative) Meditation: Still sitzend den Focus auf den Atem, oder eine Kerze, oder eine Blume usw. gerichtet. Und die Aktive (dynamische) Meditation: Singen, Mantra beten, tanzen, gehen, Kundalini-Yoga, Qi Gong usw. Die Bewegung ermöglicht eine Entladung von aufgestauten Energien. Gut geeignet ist die Form für Menschen mit Bewegungsdrang, Verlangen nach Ausdruck und auch für diejenigen die unter Bewegungsmangel leiden. 

Was bewirkt regelmäßiges Meditieren? 

Der Körper schüttet weniger stressförderndes Cortisol aus zugleich werden Areale im Gehirn gestärkt, die sich positiv auf unser Verhalten auswirken und uns gelassener durch Leben gehen lassen. Auch die Wissenschaft hat das regelmäßige Meditieren unter die Lupe genommen und erstaunliches festgestellt. 

• Es senkt den Blutdruck und das Cholesterin 

• Es steigert die Konzentrationsfähigkeit und die Hirnleistung 

• Es stärkt die Abwehrkräfte und somit das Immunsystem 

• Es steigert das ganzheitliche Wohlbefinden 

• Es fördert die Ausschüttung von Serotonin und Dopamin (Glückshormon) 


Wenn es so gut auf den Menschen wirkt, warum meditieren wir nicht alle täglich? 

Die Regelmäßigkeit ist der entscheidende Faktor. Nur wer das Meditieren regelmäßig betreibt profitiert von den positiven Effekten. Täglich in die Stille gehen erfordert eine gewisse Dauerhaftigkeit, Disziplin und Hingabe. Genauso wie bei der körperlichen Fitness und einer gesunden Ernährungsweise. Wer einmal Dehnungsübungen macht, ist nicht gleich gelenkiger, wer einmal einen Salat isst, ernährt sich nicht gleich gesund. 

10 Minuten täglich ins Meditieren investiert sind völlig ausreichend. 

Die folgende Liste gibt dir Impulse eine regelmäßige Meditationspraxis aufzubauen: 

• Such dir eine Tageszeit aus, die dir für deine tägliche Meditationseinheit am angenehmsten ist 

• Plane diese Zeit (10 Minuten) regelmäßig in dein Tagesprogramm ein 

• Verurteile dich nicht, wenn du es mal nicht schaffst 

• Du solltest es gerne machen 

• Hör auf dein Inneres, oft meldet es sich, wenn ihm nach meditieren ist 

• Du kannst auch mehrere Einheiten pro Tag meditieren, wenn dir danach ist 

• Die Zeit der Meditation ist dein Wellnessprogramm für Körper und Geist 

• Um die Freude auf das Meditieren aufrecht zu erhalten, wechsele intuitiv zwischen passiver und aktiver Meditationspraxis 

• Wenn dir die tägliche Meditation alleine schwerfällt, besuche regelmäßig einen Kurs 

• Gerade in stressigen Zeiten solltest du meditieren 

Wenn es mal schnell gehen soll im hektischen Alltag: Achtsames Atmen und Beobachten geht im Liegen, Stehen, Gehen oder Sitzen. Ob im Büro, Zug, Auto oder Meeting. 

Bei achtsamer Atmung atmest du einige Minuten (2-4) langsam ein und aus. Deine Konzentration liegt nur auf deinem Atem – wie fühlt er sich an – wie hört er sich an. Du kannst auch gerne gedanklich mitzählen Einatmen 1.2.3. und Ausatmen 1.2.3. 

Let´s go!!!! 

Und viel Spaß bei deiner täglichen Meditationspraxis 

ATEMPAUSE - Dein Entspannungscoach / Sabine Kuntz